Den Körper ganzheitlich betrachten

DIe Osteopathie ist für uns ein eher philosophischer Baustein des Behandlungskonzepts. In der Umsetzung helfen die grundlegenden Prinzipien zum Verständnis für Abläufe und Zusammenhänge - ganz praktisch werden die körperlichen Beschwerden dann häufig durch manualtherapeutische Behandlungsformen gelöst.

Welche Prinzipien stecken hinter der Osteopathie?

> Der Körper wird als eine Einheit gesehen, in der alle Einzelteile perfekt aufeinander abgestimmt sind. Das Zusammenspiel der Teile ist entscheidend für die Gesundheit. Wenn das Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht gerät, dann müssen die Probleme nicht dort auftreten, wo sie entstanden sind. An der Tatsache, dass unsere Körperbewegungen nur von Muskelketten ausgeführt werden und nicht von einzelnen Muskeln wird deutlich, dass z. B. ein Problem im Knie sich auf den Nacken auswirken kann oder dass ein Beckenschiefstand eventuell Kopfschmerzen verursacht. 

> Der Körper hat ein eigenes Abwehrsystem und besitzt die Fähigkeit sich selbst zu regulieren. Die Widerstandsfähigkeit des Körpers soll durch unterschiedliche Techniken verstärkt werden, z. B. durch Maßnahmen, welche die Durchblutung verbessern. Durch die therapeutische Auflösung verschiedener krankmachender Einflüsse kann der Organismus genügend Kompensationsmöglichkeiten aufbauen, so dass er eventuell imstande ist, sich selbst zu heilen.

> Leben bedeutet Bewegung. Bei Krankheit ist oft die Beweglichkeit eingeschränkt. So kann z. B. eine Störung des Magens Einfluss haben auf die Beweglichkeit des Zwerchfells und demzufolge auch auf die Beweglichkeit der Wirbelsäule. Das führt im Umkehrschluss zu dem logischen Anliegen, dass die Beweglichkeit von Gelenken, Muskeln oder Nerven, Sehnen und Bändern möglichst schnell wiederhergestellt wird und so die Beweglichkeit des ganzen Körpers gewährleistet wird.